Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat einen Prüfbericht zur Aufsicht und Oberaufsicht über Rohrleitungsanlagen in der Schweiz veröffentlicht. Der Bericht untersucht die Wirksamkeit und Organisation der staatlichen Aufsicht, insbesondere beim Bundesamt für Energie (BFE) und beim Eidgenössischen Rohrleitungsinspektorat (ERI).
Im Rahmen der Prüfung analysierte die EFK die technische Aufsicht über Hochdruck‑Rohrleitungsanlagen sowie die organisatorische Ausgestaltung der beteiligten Institutionen. Dabei wurden das ERI und dessen administrative Einbettung beim Schweizerischen Verein für technische Inspektionen (SVTI) vertieft überprüft.
Ein zentraler Prüfpunkt war die fachliche Unabhängigkeit des ERI gegenüber dem SVTI sowie gegenüber den beaufsichtigten Betreiberunternehmen. Zudem beurteilte die EFK die Aufsichtsprozesse, den Ressourceneinsatz, die Kostenverrechnung und die bestehenden Qualitätssicherungsmechanismen. Der Bericht hält fest, dass die Rollen und Zuständigkeiten klar geregelt sind und die technische Aufsicht durch das ERI risikoorientiert, strukturiert und nachvollziehbar erfolgt.
Auch die finanzielle Abwicklung innerhalb des SVTI wurde geprüft. Die EFK bewertet die Kostenverrechnung als transparent und verursachergerecht. Es fanden sich keine Hinweise auf ungerechtfertigte Belastungen oder auf eine Beeinträchtigung der fachlichen Unabhängigkeit des ERI durch seine organisatorische Anbindung an den SVTI.
Der Prüfbericht der EFK fällt für das ERI und den SVTI insgesamt positiv aus. Die technische Aufsicht über die Rohrleitungsanlagen wird als wirksam und effizient beurteilt, und die Unabhängigkeit des ERI ist aus Sicht der EFK gewährleistet. Kritische Feststellungen des Berichts betreffen primär die gesetzliche Ausgestaltung der Oberaufsicht über die Kantone und richten sich nicht gegen das ERI oder den SVTI.